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Gemeinsame Aktivitäten

Gemeinsam mit Gewerkschaften aus Griechenland, Italien, Lettland, Portugal, der Slowakei, Costa Rica und Südafrika setzt sich das Projekt Unions4VET für bessere Qualität in der beruflichen Bildung (Vocational Education & Training - VET) ein. Hier finden Sie Informationen zu den Partnergewerkschaften und gemeinsamen Aktivitäten.

Workshops und Tripartites Forum in Costa Rica mit dem Ziel, die Kooperation zwischen den Sozialpartnern und der Regierung im Bereich der Berufsbildung zu verbessern

Am 04. Juli 2018 fanden in San José in Costa Rica zwei interne Workshops der Sozialpartner statt, die im Rahmen des Projektes Unions4VET gemeinsam vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und dem bfw – Unternehmen für Bildung, in Kooperation mit der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) und den Bildungsministerien durchgeführt wurden.

Daran beteiligten sich Vertreter/innen von Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden, Kammern und Ministerien aus Costa Rica und Deutschland. Darüber hinaus wurden mit costa-ricanischen Gewerkschaften, dem Bildungsministerium (MEP) und GOVET, der Zentralstelle der Bundesregierung für internationale Berufsbildungskooperation, Gespräche zur Situation und Entwicklung der beruflichen Ausbildung in Costa Rica geführt. Seit dem Besuch im Rahmen des Projektes Unions4VET im Januar 2018 gab es am Runden Tisch „Sozialer Dialog zur dualen Ausbildung“, der mit Vertreter/innen der Sozialpartner besetzt ist, einige positive Entwicklungen. Bei den Themen Vertragsgestaltung, Finanzierung der Ausbildung und Sozialversicherungen und dem rechtlichen Status der Auszubildenden, besteht jedoch noch ein Dissens der Beteiligten.

Tripartites Forum mit Bildungsminister Édgar Mora zur Rolle der Sozialpartner in der Berufsbildung

Im Anschluss fand am 05. Juli 2018 das Tripartite Forum statt, bei dem die Sozialpartner und Vertreter/innen der Regierung beteiligt waren. Von deutscher Seite nahmen, die Deutsche Botschaft in Costa Rica, Vertreter des DGB und von der Arbeitgeberseite Gesamtmetall und des Deutschen Industrie- und Handelskammertags teil.

Bildungsminister Édgar Mora unterstrich die Wichtigkeit der Berufsausbildung für die Entwicklung des Landes und die Zukunftschancen der jungen Menschen. Er bekräftigte, dass Jugendliche in einer dualen Ausbildung in Unternehmen ein Gehalt bekommen und versichert sein müssen. Dies entspricht einem Positionswechsel zur vorangegangen Regierung.

Die Grundprinzipien der dualen Ausbildung wurden durch den Redebeitrag des Deutschen Botschafters Ingo Winkelmann  vorgestellt. Die Ausbildung im Hotel „The Westin Golf Resort & Spa“ in Playa Conchal, wurde als Beispiel der guten Praxis vorgestellt. In diesem Unternehmen erhalten junge Menschen in verschiedenen Bereichen eine berufliche Ausbildung mit einem Status als Auszubildende, einer Vergütung und sind sozialversichert.

Alvaro Ramirez-Bogantes von der Internationalen Arbeitsorganisation und Fanny Sequeira von der Bildungsgewerkschaft SEC berichteten über den Stand der Diskussion am runden Tisch „Sozialer Dialog zur dualen Ausbildung“. Über zahlreiche Punkte gibt es Konsens. Besonders groß ist jedoch der Dissens in der Frage des rechtlichen Status des Auszubildenden. Während für die Arbeitgeber die Auszubildenden als Student/innen unter das Zivilrecht fallen sollen, fordern die Gewerkschaften eine Anerkennung des Verhältnisses unter dem Arbeitsrecht, einschließlich des Abschlusses eines Ausbildungsvertrags.

In einer Podiumsdiskussion fand die Position der deutschen Sozialpartner große Beachtung, insbesondere, dass die Arbeitgeber die duale Ausbildung als Investition in die Zukunft verstehen und deshalb auch einen Ausbildungsvertrag abschließen, der unter anderem eine Vergütung für die Auszubildenden vorsieht. Von costa-ricanischer Seite besteht das Interesse, die Kooperation mit Deutschland aufrecht zu halten.

Zur Vorbereitung und Vertiefung der länderübergreifenden Kooperation sowie des Verständnisses der Funktionsweise und den Vorteilen einer dualen Ausbildung fanden zudem zahlreiche bilaterale Treffen statt. Insbesondere von Bedeutung war das Treffen mit dem Minister für die öffentliche Bildung sowie mit dem Minister für Arbeit und Sozialversicherung, die im Mai 2018 neu in das Amt berufen wurden.

Die Agenda können Sie sich hier herunterladen.

Unions4VET_Agenda_Costa_Rica
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Gewerkschaftliche Zusammenarbeit für gute Berufsbildung - Informationsreise und Bilanzkonferenz des Projektes Unions4VET, im Rahmen der Strategie der Bundesregierung zur „Internationalen Berufsbildungskooperation“

Im Anschluss an den Besuch in Costa Rica Anfang Juli, fand eine Informationsreise vom 09. bis 15. Juli 2018 costa-ricanischer Gewerkschafter/innen und einer Expertin der beruflichen Bildung nach Deutschland statt. Gemeinsam mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wurden Gespräche geführt und es fanden Besuche verschiedener Ausbildungsbetriebe und –werkstätten statt. Abschließend nahm die Delegation an der Bilanzkonferenz des Projektes Unions4VET in Berlin teil und brachte dort ihre Perspektive in die Veranstaltung ein.

Die beteiligten Gewerkschaften an der Delegation waren die Bildungsgewerkschaft SEC und die beiden Dachverbände CTRN und CMTC.

Unions4VET_Studi_visit_Costa_Rica
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Costa Rica: Im Zweifel für eine progressive Regierungspolitik

Hajo Lanz, Repräsentant der Friedrich-Ebert-Stiftung in Costa Rica, wertet in dieser Veröffentlichung den Ausgang der costa-ricanischen Parlaments- und Präsidentschaftswahl Anfang des Jahres 2018 aus.

Aufbau von Kontakten für eine Kooperation mit Gewerkschaften in Costa Rica im Bereich Berufsbildung

Study visit und Workshop, 10. – 16. Januar 2018

2016 unterzeichnete die damalige Bundesbildungsministerin Johanna Wanka, eine gemeinsame Absichtserklärung mit dem Costa-Ricanischen Bildungsministerium (MEP) und schaffte so die Grundlage für die Zusammenarbeit in der Berufsbildung.

Seit 2017 engagiert sich das Projekt Unions4VET in diesem Rahmen und bringt die gewerkschaftliche Perspektive in der bilateralen Zusammenarbeit ein. Ziel ist es, die Qualität der beruflichen Bildung zu verbessern und eine stärkere Einbindung der Gewerkschaften in das Berufsbildungssystem zu erreichen.

Bei einem Besuch von Unions4VET im Januar 2018 in Costa Rica wurde gemeinsam mit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO/OIT) ein Workshop durchgeführt und es wurden verschiedene Betriebe besucht, die sich im Bereich der Ausbildung engagieren. Des Weiteren fanden Treffen mit Vertreter/innen des MEP, des Nationalen Ausbildungsinstitut (INA), der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Deutschen Auslandshandelskammer, der Deutschen Botschaft, der internationalen Zusammenarbeit (Integrierte CIM-Fachkraft im INA), Gewerkschaften und Arbeitgeberorganisationen statt, um einen umfassenden Austausch über das Ausbildungssystem in Costa Rica zu ermöglichen.

Vertreter/innen verschiedener Gewerkschaften diskutierten in dem Workshop über die Situation der beruflichen Bildung. Aktuelle Entwicklungen und bestehende Herausforderungen im Land wurden erörtert. Abschließend wurden gemeinsam Anforderungen und Möglichkeiten formuliert, um eine gute berufliche Bildung aus gewerkschaftlicher Sicht in Costa Rica zu implementieren.

Bei dem Besuch eines Hotels, das ausbildet und Besuchen einer Autowerkstatt und einer Karosseriewerkstatt, die praktische Inhalte an Schüler/innen vermitteln, konnte ein guter Eindruck über die Ausbildungspraxis in Costa Rica gewonnen werden.

Den ausführlichen Bericht des Besuches in Costa Rica mit einer Auswertung laden Sie sich bitte hier herunter.

Unions4VET_INA
Unions4VET-Workshop_OIT
Unions4VET_3R
Unions4VET-CostaRica_Meeting_Unions
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