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Unions4VET ist Mitbestimmung, Mitgestaltung und Mitverantwortung. Die Gewerkschaften wollen voneinander lernen und miteinander gute betriebliche Ausbildung gestalten.

Elke Hannack - Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes

Politischer Hintergrund

Gemeinsam mit Gewerkschaften aus Griechenland, Italien, Lettland, Portugal, der Slowakei, Costa Rica und Südafrika setzt sich das Projekt Unions4VET für bessere Qualität in der beruflichen Bildung (Vocational Education & Training - VET) ein. Hier finden Sie die Hintergründe zu der Entstehung des Projektes Unions4VET und aktuelle Entwicklungen.

Unions4VET ist Mitbestimmung, Mitgestaltung und Mitverantwortung

Elke Hannack - Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes
Elke Hannack - Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes

Die Gewerkschaften wollen voneinander lernen und miteinander gute betriebliche Ausbildung gestalten. Dabei setzen wir auf gelebte Sozialpartnerschaft zur Vermittlung von beruflichen Qualifikationen, die den Eintritt in den Arbeitsmarkt erleichtern, jungen Menschen soziale und berufliche Teilhabe ermöglichen.

(Elke Hannack - Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes)

Berliner Memorandum "Berufliche Bildung in Europa - Perspektiven für die junge Generation"

Politischer Rahmen von Unions4VET ist die europäische Ausbildungsallianz, die 2012 zwischen den Regierungen der Länder Deutschland, Griechenland, Italien, Lettland, Portugal, der Slowakei und Spanien verabredet wurde. Die Bildungsminister der Länder vereinbarten mit der Unterzeichnung des Berliner Memorandums "Berufliche Bildung in Europa - Perspektiven für die junge Generation" am 11. Dezember 2012 in Berlin, ihre nationalen Berufsbildungssysteme zu verbessern und gleichzeitig die Rahmenbedingungen für einen europäischen Berufsbildungsraum zu schaffen. Dabei sollen auch Ansätze betrieblichen Lernens in der Berufsausbildung gestärkt werden. Für die Startphase hatten die beteiligten Länder unter anderem folgende konkrete Schritte vereinbart:

  • 30.000 Austauschmaßnahmen (Praktika, Ausbildungsphasen) sollen realisiert werden.
  • In den Partnerländern sollen 30 regionale Ausbildungsnetzwerke unter deutscher Beteiligung geschaffen werden.
  • Das BMBF soll für die folgenden Jahre über die laufende Förderung der internationalen Berufsbildungskooperation hinaus zusätzliche Budgetmittel für die Umsetzung des Memorandums zur Verfügung stellen, die durch Mittel der Partnerländer ergänzt werden.
  • Im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) wird im Auftrag des BMBF die Zentralstelle für internationale Berufsbildungskooperation aufgebaut.
  • Sechs politische Beratungsprojekte werden aufgesetzt.

Nähere Informationen:
Berliner Memorandum

Die Strategieprojekte auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Vor dem Hintergrund der großen Bedeutung der Sozialpartner für die Gestaltung und Steuerung der Berufsbildung in Deutschland initiierte und fördert das BMBF seit 2015 drei Projekte zur Förderung der internationalen Berufsbildungszusammenarbeit der Sozialpartner, um zur Umsetzung des Memorandums beizutragen.

Für die Arbeitgeberseite führen der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) das Projekt VETnet und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) gemeinsam mit der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) das Projekt SCIVET durch. Das Projekt VETnet führt pilothafte duale Ausbildungsgänge mit Unternehmen in anderen Ländern durch und berät Unternehmen bei der Einführung dualer Ausbildungselemente. Das Projekt SCIVET schafft einen zentralen Zugang zu den Unterstützungsleistungen, die das deutsche Handwerk für internationale Berufsbildungsvorhaben anbietet, sowie einen Qualitätsrahmen für deren Umsetzung. Das Projekt Unions4VET hat in diesem Kontext das strategische Ziel, Austausch und Zusammenarbeit von Arbeitnehmervertretungen in der Berufsbildung auf internationaler Ebene zu fördern.

Die drei Strategieprojekte sind eingebunden in die Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung der Berufsbildung und kooperieren sowohl untereinander als auch mit der Zentralstelle der Bundesregierung für internationale Berufsbildungskooperation GOVET und der Servicestelle der Regierung zur Internationalisierung deutscher Aus- und Weiterbildungsanbieter iMOVE.

Europäischer Qualitätsrahmen für die Ausbildung

Politischer Kontext des Projekts Unions4VET ist insbesondere das Engagement des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) in der Europäischen Ausbildungsallianz. Mit dem Ziel, in Zusammenarbeit mit den europäischen Arbeitgeberverbänden BUSINESSEUROPE, UEAPME und CEEP einen Europäischen Qualitätsrahmen für die Ausbildung umzusetzen, entwickelte der EGB 20 Qualitätsstandards und –kriterien für die Lehrlingsausbildung. Diese Qualitätsstandards sind für die Partner des Projekts Unions4VET ein Referenzrahmen für gute Ausbildung. Ziel von Unions4VET ist es, dazu beizutragen, dass diese Qualitätsstandards international in der Berufsbildung umgesetzt werden. 

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